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Jemand aus eurer Familie möchte gerne Violine (Geige) lernen? Vielleicht sogar eure Kleinsten? Dass es durchaus möglich ist, ein Instrument wie die Violine schon in einem Alter ab drei Jahren zu lernen, berichtet euch Isabel in diesem Beitrag. Sie stellt euch die Suzuki-Methode vor und gemeinsam mit ihrer Tochter Emma-Anais nimmt sie euch mit in den Unterricht – schnuppert doch einfach mal rein…

Eine kleine Geige möcht´ ich haben

Gibt es ein magisches Alter für die Geige/Violine?
Mit genau sechs Jahren hat Clara-Elize uns in den Ohren gelegen, sie möchte so gerne Violine lernen „Biiiittte!“. Und dann auch Emma-Anais, die uns mit 4 ¼ verkündet hat, sie sei wirklich: „Jetzt mal echt!“ in die kleine Geige von Clara-Elize verliebt. Weil wir immer gerne einem Instrumenten – Wunsch der Kinder nachkommen (ist der Wunsch groß verspricht das zumindest zeitweilig auch Motivation beim Üben und diese erste Motivation ist eine Grundvoraussetzung für die Freude am Instrument), haben beide zu ihrem Wunschzeitpunkt mit der Violine anfangen dürfen. Anette stellt euch dieses wundervolle Instrument hier vor: Und was spielst du? Violine! Teil 1 
Wann haben sich eure Kinder gewünscht ein Instrument erlernen zu dürfen?

Und was spielst du? Die Violine

la-le-luna-Familienband

Clara-Elize´ Liebe zur Geige ist über die Jahre hin weniger geworden – es war einfach doch nicht ihr Instrument. Sie hat sich schließlich für Saxophon entschieden und ist sehr glücklich damit. Dazu dann ein anderes Mal mehr…Als nun Emma-Anais mit dem innigen Wunsch kam, Violine zu lernen, war ich erst einmal etwas verhalten. Sie ist noch so verspielt und voller Spontanität. Ich konnte mir erst mal nicht vorstellen, dass das zum Instrument Geige und dem Unterricht passen könnte. Zum Glück haben wir eine Geigenlehrerin gefunden, die nach der Suzuki-Methode unterrichtet und sich auf junge Schüler spezialisiert hat. Gehört hatte ich schon ab und zu von dieser Methode – ich hatte aber, so uninformiert wie ich war, immer ein Bild von Drill und Gleichklang im Kopf.

Liebevoll durchdachte Methode

Tatsächlich aber entpuppt sich diese Methode als pädagogisch, liebevoll durchdachtes absolut auf Kleinkinder zugeschnittenes methodisches Konzept. Die Unterrichtsstunden sind voller Freude und überraschenden Übungen, die Emma-Anais sehr gerne und mit viel Spaß mitmacht.

Das Instrument wird von Anfang an ganz „handfest“ dem kleinen Schüler übergeben, ohne dabei die wichtigen Regeln (wie stehe ich mit der Violine bzw. Geige, wie verbeuge ich mich, wie ist die Geige sicher in der „Geigengarage“, wie halte ich die Geige, wenn ich mit ihr laufe usw…) außer Acht zu lassen.

Spielerisch erlernt Emma-Anais mit dem Bogen umzugehen.

Violine lernen mit der Suzuki-Methode
Das Einhorn
Violine lernen mit der Suzuki-Methode
Der Scheibenwischer
Violine lernen mit der Suzuki-Methode
Der Schlips
Violine lernen mit der Suzuki-Methode
Die Brille
Ritualisierter Unterricht

Der Unterricht selber verläuft ritualisiert, so dass sich Emma-Anais sicher fühlen kann und den Ablauf genau weiß – und ich auch.
Mit dabei sind kleine Kuscheltiere oder Figürchen: zum Beispiel eine kleine Biene, die gerne in der Bogenhand sitzt und nur die Lehrerin ab und zu piekst aber niemals das Kind. Oder ein kleines Mädchen, das auf dem Boot (Geige) die Matrosen (die vier Spielfinger der linken Hand) kommandiert. Schrubben auf dem Deck (Seite hoch und runter streichen mit allen Fingern) wobei der Kapitän (Daumen der linken Hand) sich nie vom Fleck rührt!
Mit der „Suzuki-Methode“ lernen die Kinder zu Beginn ohne Noten zu spielen – das Gehör ist wichtig und die Musik. Später kommen dann selbstverständlich auch die Noten dazu.
Ich bin gespannt, wie sich das Ganze entwickelt. Ich kann aber tatsächlich nur alle Eltern ermutigen: mit der richtigen Methode können unsere Kleinen schon sehr viel Spaß beim Violine lernen haben!


Und welche Erfahrungen habt ihr mit der Violine gemacht? Ich freue mich über eure Rückmeldung und eure Kommentare unter dem Beitrag! 

Ihr möchtet noch mehr über die Geige/Violine erfahren? Dann besucht unseren Beitrag Und was spielst du? Violine! Teil 1 – mit vielen Tipps und Empfehlungen. Einen Überblick und wichtige Infos zum Erlernen eines Instruments bekommt ihr hier: Und was spielst du? Die lebendige Welt der Instrumente
Eure

 

 

Die „Suzuki-Methode“: ein kurzer Überblick

Musik ist Ausdruck der lebendigen Seele
Dr. Shinichi Suzuki

Die „Suzuki-Methode“ ist ein Musikerziehungskonzept, das bereits Kindern im sehr jungen Alter ab ca. drei Jahren den direkten Einstieg in den Instrumentalunterricht ermöglicht. Sie wurde nach ihrem Gründer, dem Violin-Pädagogen Shinichi Suzuki, benannt. (https://de.wikipedia.org/wiki/Suzuki-Methode aufgerufen am 19.4.2017)
Das Besondere der Methode liegt an folgenden Elementen:
(http://internationalsuzuki.org/method.htm aufgerufen am 19.4.2017 und übersetzt)

  • Erlernen des Geigenspiels nach Gehör, nach bekannten Melodien
  • spielerisches Lernen (mit viel Fleiß)
  • Geigenschüler beginnen jung
  • Suzuki-Lehrer glauben an die Musikalität in jedem Kind bzw. daran, dass Musikalität in jedem Kind entwickelt werden kann
  • die Eltern sind aktiv am Lernprozess beteiligt
  • die Kinder beginnen ihr Instrument zu spielen bevor sie Noten lesen lernen
  • die Lehrer sind hochqualifiziert
  • Technik wird anhand von Stücken erlernt und nicht an blosen Technik Übungen
  • Stücke werden ständig verbessert
  • Die Schüler treten häufig alleine und in Gruppen auf – das musikalische Miteinander überträgt sich auf das soziale Miteinander.

Einen Einblick in die Suzuki-Methode gibt auch dieser Bericht: 

Fotos: Lebendige Familienzeit

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